KOSMA-Teleskop, 3m-Radioteleskop der Universität zu Köln

 

Das 3m-Radioteleskop KOSMA wurde 1985 vom Kölner Observatorium für Sub-mm-Astronomie (KOSMA) auf dem Gornegrat in 3100m Höhe nahe des Matterhorns errichtet.

Betrieben wurde es vom 1. Physikalischem Institut der Universität Köln zusammen mit dem Institut für Radioastronomie in Bonn.

2010 wurde das KOSMA-Teleskop in das Yangbaijing Oberservatorium nahe Lhasa in Tibet (China) in eine Höhe von ca. 4300m gebracht, da die Klimabedingungen dort besser sind. Am 02.06.2010 wurde deshalb das letzte Teleskop-Teil per Helikopter abtransportiert. Am 07.05.2011 wurde in Tibet mit dem Wiederaufbau begonnen. Das Teleskop gehört nun China, die Kölner Astronome sind jedoch weiterhin Partner, womit ihnen 20% Beobachtungszeit zustehen.

Für die Chinesen bietet sich durch das KOSMA-Teleskop erstmals die Möglichkeit astronomische Submillimeter-Forschung betreiben zu können. Bleiben wird das Teleskop nur für einige Jahre in Yangbaijing. Danach soll es seinen endgültigen Standplatz in Westtibet in etwa 5000 bis 6000m Höhe finden, wo ganzjährig trockenes Klima vorherrscht, was die Messungen begünstigt.

 

Gornergrat, Schweiz, im Hintergrund das Matterhorn

 

Blick auf die Reflektoroberfläche

 

Bei Böhm wurden Details von Hexapod, Subreflektor, Reflektor und Stukturteilen sowie die Paneelaktuatoren komplett entwickelt und gebaut.

 

l Endstücke mit Strukturknoten

l Prozessorgesteuerte Paneelaktuatoren erlauben eine optimale Einstellung der Reflektorform. KOSMA ist zur Zeit das genaueste Radioteleskop der Welt.

 

Reflektorpanele

Die Paneele sind aus einer Aluminiumlegierung gefertigt. Die Werkstoffauswahl und Behandlung sowie die mechanische Bearbeitung erfolgte bei Böhm (die Feinstbearbeitung der Reflektoroberfläche wurde im LFM der Universität Bremen gefertigt).

 

HEXAPOD

 

Beine, Gelenke und die elektronische Ansteuerung wurden bei Böhm konstruiert und gefertigt.